Chaotisches Durcheinander am Flughafen Hamburg

Ich habe mir einen Kurztrip nach Spanien gebucht.  Da es ab Hamburg günstiger war, also auch mal aus Hamburg starten anstelle von Berlin.  So weit so gut. So gegen 15 Uhr in Hamburg am Flughafen angekommen sah auch alles ganz normal aus. Dann füllte sich die Halle des Terminal 1 aber relativ schnell, die Schlangen wurden immer länger, die Bewegung an den Checkin-Schaltern immer weniger.

Hamburg T1

Dann bewegt sich nichts mehr, die Check-In-Agents beraten sich. Eine weitere halbe Stunde später die erste Durchsage die Licht ins Dunkel bringt: wegen eines Computerproblems kann zur Zeit kein check in mehr durchgeführt werden, sobald das Problem behoben ist, wird der Checkin wieder aufgenommen.

Dann: warten, warten und warten.

Gegen 17 Uhr – die Computer streiken immer noch – wird manuell eingecheckt. Dazu werden die Massen geordnet. Eine Reihe pro Flug. Leider gibt es ein riesiges Durcheinander, da die Monitore über den Check-In Schaltern etwas anderes anzeigen als die Check-in-Agents sagen. Ein Agent reagiert und klebt Papierschilder auf die Monitore. Erneutes umsortieren.

Hamburg T1 Monitore

Dann beginnt der manuelle Check-in: Passagiernamen werden auf Papierlisten gesucht, Bordkarten per Hand ausgeschrieben. Nun geht die Abfertigung mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 1 Passagier pro 5 min weiter.

Gegen 19 Uhr melden sich die ersten Computer zurück und der Checkin kann normal fortgesetzt werden.

Wer nun denkt dass es damit erledigt ist irrt. Nun verlagert sich das Problem vom Check-in zum Boarding: woher sollen die Agents am Gate wissen wie viele Passagiere schon eingecheckt sind? Oder wann alle da sind? Keine Chance – die Damen können nichts wissen was vorher nicht erfasst wurde. Also auch am Gate Papier und Stift.

Dann das selbe im Flieger. Wegen der manuellen Bordkarten gibt es keine Sitzzuweisung. Wer noch eine reguläre Bordkarte hat von vor dem Systemcrash, oder bereits online eingecheckt hatte soll zuerst einsteigen. Alle anderen Passagiere werden von den Stewardessen platziert.

Im Flieger meldet der Pilot noch, dass auch sie unterschiedliche Informationen erhalten. Anzahl der Passagiere, Status des Bordings und Infos der Firmenleitung ob auch ohne einzelne Passagiere abgehoben werden soll.

So verstreicht Minute um Minute: Mein Flug verschiebt sich von 18:00 Uhr auch 20:20 Uhr Abflugzeit.

Die Stewardessen tun ihr Möglichstes. Es gibt sogar die Airberlin Schokoherzen bevor der Flieger überhaupt die Tür geschlossen hat.

AB Herz

 

 

 

 

 

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