Review: Interjet Economy Mexico City – Cancun

Das Boarding in Mexico-City war, sagen wir interessant. Vor allem weil der Wartebereich am Gate sehr klein ist und der Großteil der menschen daher auf dem Gang steht – also der Gang wo alle anderen Unterwegs sind um ihren Flieger zu erreichen. Außerdem war der Gate Agent ein lustiger Zeitgenosse. Ich habe noch nie gesehen dass das Aufstellen der Absperrbänder vorm Gate ein Prozess ist der mehrere Iterationen hat und gut 15 Minuten in Anspruch nimmt.

Was ich eigentlich sehr nett finde ist die Rücksichtnahme auf Familien mit kleinen Kindern. Das wurde hier sehr gut gemacht. Nachdem der Gate Agent seine Absperr-Orgie abgeschlossen hatte, hat er die Familien schon mal zu sich gerufen damit diese möglichst früh einsteigen können.

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Der Airbus A320 war sauber, ordentlich und verfügte über eine Moderne Kabinenausstattung. Die ersten 3 Reihen haben hellgraue Kopfteile, der Rest dunkelgraue. Damit wird den unterschiedlichen Tarifen Rechnung getragen. „Priority“ Reihe 1-3, „Optima“ und „ifare“ ab Reihe 4.

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Interjet Tarife
Interjet Tarife

 

 

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Im Gegensatz zu den europäischen Airlines bietet Interjet in jedem Fall eine Bordverpflegung und einen sehr großen Sitzabstand. Der Abstand einer Normalen Reihe entspricht quasi dem was eine Lufthansa oder Airberlin am Notausgang bietet. Bzw. mehr as einige Airlines auf der Langstrecke.

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Mit meinen 1,95m habe ich immer noch reichlich Abstand zum Vordersitz und muss mich auch nicht irgendwie verrenken damit ich meine Kniescheiben auch wieder mit aus dem Flieger nehme.

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Neben der normalen Sicherheitskarte gibt es auch ein Blatt das unmissverständlich zeigt wann welche technischen Geräte genutzt werden dürfen. Ich finde das sehr sinnvoll, denn ich habe schon häufiger beide Extreme gesehen – also Menschen die alles abschalten und Menschen die weiter fleißig SMS oder WhatsApp schreiben. Ich weiß dann immer nicht ob das Unwissenheit oder Dreistigkeit ist.

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Der Service war sehr freundlich. Was mir in gewisser Weise imponiert hat war dass Sie eine normale Milchpackung dabei haben um den ‚Kaffee mit Milch‘ zu machen – kein Kaffeeweiser, keine Kaffeesahnepäckchen. Richtige Milch und auch noch in einer normalen Menge Müll untergebracht.

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Auf diesem morgendlichen Flug gab es freie Getränke Wahl und einen Snack wie Kekse oder eine Art mit Frucht gefüllten Frühstücksriegel.

 

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Zur Vollständigkeit sei erwähnet dass es auf dem Rückflug (am Nachmittag) neben der Getränkeauswahl verschiedene Chipssorten gibt. Außerdem bekam ich hier eine Flasche (400ml) Cola anstelle des Puppenstubenbschers den wir von den großen Airlines kennen.
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Ich war positiv überrascht von Interjet. Bis dato hatte ich von denen nicht wirklich etwas gehört geschweige denn gesehen. Das Personal an Board, der Service, die Ordnung/ Sauberkeit und der optische Zustand der Kabine und auch der Check-In beim Rückflug waren alles durchweg positive Erfahrungen. Fairer Weise sei erwähnt dass es keine Steckdosen und kein Internet oder Telefonnetz an Bord gibt. Das halte ich aber auch nicht für nötig auf einem 2-3Stundenflug.

Etwas unorganisiert wirkte das Boarding in Mexico-City mit dem kleinen Wartebereich. Außer der Berücksichtigung der Familien mit Kindern war kaum etwas klar. Auch der Weiterflug auf dem Rückweg, ein wechsel von Interjet auf Iberia lief nicht glatt. Das Gepäck konnte eingechecked werden, die Passagiere nicht und in Mexico gibt es zwar einen Connecting-Flights weg, der aber nur für Gäste mit Bordkarte ist. Am Interjet Schalter bei der Gepäckausgabe herrschte auch große Unklarheit darüber ob wir das Gepäck selbst wieder abgeben müssen oder nicht, aber klar war dass wir sowieso zum Iberia CheckIn müssen um unsere Bordkarten zu bekommen. Nach etwas Recherche hat der Computer den Interjet Mitarbeitern verraten dass unser Gepäck automatisch weiter fliegt.

Insgesamt sehe ich Interjet aber durchaus als gute Airline sofern ihr etwas Spanisch sprecht und nicht gleich in Panik verfallt bei Anschlussflug-Durcheinander.

 

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